Grußwort

Josef FärberJosef Färber

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Gönner der Caritas in Deggendorf!

Der Caritasverband für den Landkreis Deggendorf feierte im Jahr 2013 sein 50jähriges Bestehen.

Am 31.3.1963 wurde der Verband aus der Taufe gehoben und arbeitete als kleine Hilfsstelle bis zur Eröffnung seiner ersten Einrichtung, der Erziehungsberatungsstelle.

Mittlerweile hat der Caritasverband mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresbudget von ca. 3,3 Mio. € die Größe eines mittelständigen Unternehmens erreicht. Die Caritas kann den Bürgerinnen und Bürgern von Stadt und Landkreis 21 Einrichtungen und Dienste anbieten, die Unterstützung auf den verschiedensten Gebieten des menschlichen Daseins bieten.

Bedingt durch die spezielle geographische Lage des Deggendorfer Landkreisgebietes arbeiten wir mit den beiden Diözesancaritasverbänden Regensburg und Passau eng zusammen. Der enge Kontakt zu den Pfarrgemeinden und den Ortscaritasverbänden ist uns ein stetes Anliegen, da die verbandliche Caritas sich an den konkreten Bedürfnissen der Menschen orientiert, dies in die politische Diskussion zu bringen versucht und ihrerseits mit adäquaten Hilfsangeboten reagieren möchte.

Sicher können wir - gerade in Zeiten rückgängiger Finanzmittel - nicht alles tun, was wichtig wäre. Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir jedoch weiter eine tragende Rolle in der Landschaft der Freien Wohlfahrtspflege spielen und durch die Übernahme staatlicher Aufgaben verantwortlich am Gemeinwohl mitarbeiten.

Dies alles kann uns allerdings nur gelingen, wenn neben der engagierten Arbeit unserer hauptamtlichen Mitarbeiterschaft auch ein stabiles Umfeld aus ehrenamtlich Tätigen, Gönnern, Kooperationspartnern aus Kirche, Politik, Verbänden und Einrichtungen anderer Träger gewährleistet ist.

Dies war über all die vergangenen Jahre der Fall und wir bedanken uns daher bei allen, die uns über diese lange Zeit mitgetragen, unterstützt und gefördert haben.

So kann die Caritas neben Liturgie und Verkündigung als dritte Säule der Katholischen Kirche spürbar ihr Werk der Nächstenliebe erfüllen.

Auf unserer Internetseite finden Sie alle Informationen und Daten, die Ihnen Inhalte, Kontaktmöglichkeiten und die Rahmenbedingungen unserer Dienste vor Augen führen.

Gerne würden wir Sie auch als Mitglied in unserem Verband begrüßen, der auch darauf angewiesen ist, mit einer entsprechenden Mitgliederzahl entsprechende politische Wahrnehmung zu erreichen.

Für Ihr Interesse an unserer Arbeit bedanke ich mich im Namen aller für uns Tätigen ganz herzlich!

Ihr Josef Färber
1. Vorsitzender

 

Verband

Historie Caritasverband

Gründung

Am 31. März 1963 wurde im Pfarrheim St. Martin der „Kreis-Caritasverband Deggendorf“ gegründet.
Erster Vorsitzender war der damalige Stadtpfarrer Ludwig Maier der Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Deggendorf, erste Geschäftsführerin Frau Helene Mraz.
                                          

Die erste Einrichtung...

 ... der Caritas in Deggendorf war die Erziehungsberatungsstelle, die ebenfalls 1963 gegründet wurde.

hinzu kamen 1963

  • Vormundschaften und Pflegschaften
  • Altenhilfe (Altenclub)
  • Sozialberatung
  • Kuren und Erholungen für Mütter, Kinder und alte Menschen
  • Ausländerbetreuung

und

  • 1964: Nähstube (Reparaturen und Neuanfertigungen)

Erster Standort: Dr.-Stich-Straße 1, Deggendorf

Neue Einrichtung
Die Sozialstation startet am 1. Juli 1976 mit 2 Krankenschwestern in der Häuslichen Pflege.

Neuer Geschäftsführer
Herbert Zampich tritt die Nachfolge von Helene Mraz an.
                                           

1978

  • Erste Weihnachtsfeier für Einsame am Hl. Abend
  • „Essen auf Rädern“

                                                                                                 
Neues Gebäude
09.02.78 Einzug in die neuen Räume im Sozialzentrum Detterstraße 35 mit Geschäftsstelle, Allgemeiner Sozialberatung, Erziehungsberatung, Sozialstation und „Essen auf Rädern“.

Weitere Beratungsdienste/Hilfsangebote
 01.04.79 
Beratungsstelle für schwangere Frauen in Konfliktsituationen wird vom DiCV Regensburg in Deggendorf gegründet. Erste Leiterin: Frau Christa Bumberger
1981 
Alkohol und Drogenberatung Straubing, Außenstelle in Deggendorf
1984 
Gründung der Straffälligen-Hilfe 
Boat-People: Erste Arbeit mit Flüchtlingen
Asylberatung
1986 
Neueröffnung des Übernachtungsheimes in der in der Papiererstraße 26 auf Initiative der Caritas
1988
Der Caritasverband Deggendorf bietet im Rahmen der Allgemeinen Sozialberatung Beratung für überschuldete Menschen an. (H. Hans-Jürgen Weißenborn)
Sommer 1988 
Uganda-Hilfe : Container mit Werkzeug, medizinischen Geräten und Kleidung im Wert von 150.000,-- DM wird auf die Reise in die Diözese Masaka in Uganda geschickt.


1989  Umzug ins St.-Katharinenspital
Angliederung einer Kurzzeitpflegestation an  die Sozialstation am 01.09.89, die sich über die Jahre zu einer kleinen Pflegestation mit schließlich 16 Plätzen entwickelte

1990

  • Hilfstransport nach Rumänien
  • Eröffnung der Kinderkrippe am Starzenbachweg
  • Aussiedlerberatung

1992 Eröffnung Frauenhaus
Der Landkreis Deggendorf mietet in der Stadt Deggendorf ein Haus an für misshandelte und von Gewalt bedrohte Frauen und Kindern. Das Frauenhaus wird vom Caritasverband Deggendorf sozialpädagogisch betreut.
1995
Sozialpädagogische Familienhilfe
Finanzierung der Schuldnerberatungsstelle durch den Landkreis Deggendorf dank des damaligen Landrats Dr. Georg Karl
1999
 Hausnotruf für alle Landkreisbürger durch die Sozialstation
 Insolvenzberatung wird durch die Schuldnerberatung angeboten
2002
Beratung und Betreuung für Demenzkranke und deren Angehörige
Ausbildung von Helferinnen
Gründung von Helferkreis und Angehörigen-Gruppe
2005
Projekt „Elterntalk“
Angegliedert an die Caritas-Erziehungsberatungsstelle in Kooperation mit dem Amt für Jugend und Familie des Landkreises Deggendorf

 

2005: Neuer Geschäftsführer

Herbert Zampich verabschiedet sich nach 28 Jahren in den Vorruhestand. 
                                                
Nachfolger wird Herr Hans-Jürgen Weißenborn

2006 
 Beratungsstelle für pflegende Angehörige
2008
Schreibaby-Ambulanz angegliedert an die Caritas-Erziehungsberatungsstelle
2009
Caritas-Kinderkrippe am Klinikum in Kooperation mit dem Klinikum des Landkreises Deggendorf
2011
Tagesbetreuung zur Entlastung Angehöriger von demenzerkrankter Menschen
2012
Jugendsozialarbeit (JaS) an den Grundschulen Plattling , Deggendorf: Theodor-Eckert, St. Martin
Pflegeelternberatung in Kooperation mit dem Amt für Jugend und Familie
2013
Übernahme der Trägerschaft für die Kinderkrippe St. Josef in Metten
2014
Rückkehrerberatung
2015
Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber
2016
Schließung der Pflegestation

Aktuell bestehende Angebote:

1. Allgemeine Sozialberatung, Straffälligenhilfe
2. Frauenhaus
3. Asyl-Sozialberatung
4. Migrationsberatung
5. Asylberatung in der Erstaufnahmeeinrichtung Deggendorf
6. Beratungsstelle für rückkehrwillige Asylbewerber
7. Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung
8. „Elterntalk“
9. Schreibaby-Ambulanz
10. Pflegeelternberatung
11. „Essen auf Rädern“
12. Jugendsozialarbeit an Grundschulen
13. Schuldner- und Insolvenzberatung
14. Kinderkrippe St. Josef, Metten
15. Kinderkrippe am Klinikum Deggendorf
16. Ambulante Pflege zu Hause
17. Pflegegespräche
18. Hausnotruf
19. Beratungsstelle für pflegende Angehörige
20. Helferkreis zu Entlastung Angehöriger von Demenzkranken
21. Tagesbetreuung

Aufgaben und Ziele

  • (1)    Der Verband widmet sich allen Aufgaben sozialer und caritativer Hilfe. Ehrenamtliche und sonstige Freiwillige sowie berufliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tragen gemeinsam zur Erfüllung dieses Zwecks bei.
  • (2)    Der Verband widmet sich insbesondere folgenden Aufgaben:

    • 1.    Er fördert die Werke der Caritas planmäßig und führt das Zusammenwirken aller auf dem Gebiet der Caritas tätigen Personen und Einrichtungen herbei.
    • 2.    Er versteht sich als Solidaritätsstifter, als Anwalt und Partner Benachteiligter und, verschafft deren Anliegen und Nöten Gehör, unterstützt sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und tritt gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen entgegen, die zur Benachteiligung und Ausgrenzung führen.
    • 3.    Er trägt zur Förderung und Entwicklung der sozialen und caritativen Facharbeit und ihrer Methoden bei.
    • 4.    Er nimmt die Ausbildung, Fortbildung und Schulung von Mitarbeitern der sozialen und caritativen Hilfe wahr oder vermittelt sie und unterstützt durch Schrifttum und Publikationen die Arbeit wissenschaftlich und praktisch.
    • 5.    Er weckt und fördert die Bereitschaft, soziale Berufe zu ergreifen und ehrenamtlich/frei-willig mitzuarbeiten.
    • 6.    Er wirkt an den Entwicklungen auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege mit und kooperiert auf der jeweiligen Ebene mit den Partnern der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege.
    • 7.    Er fördert das soziale Bewusstsein in der Gesellschaft und den innerverbandlichen Zusammenhalt durch Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
    • 8.    Er fördert die Entwicklung und Umsetzung von Qualitätsstandards in den vielfältigen Feldern sozialer Arbeit.
    • 9.    Er vertritt die Caritas in Angelegenheiten von diözesaner Bedeutung in der Region und gewährleistet die Zusammenarbeit mit Behörden und sonstigen öffentlichen Organen.
    • 10.    Er unterstützt und fördert die Pfarreien in der Gemeindecaritas.
    • 11.    Er wirkt in Organisationen mit, soweit Aufgabengebiete sozialer und caritativer Hilfe berührt werden.
    • 12.    Er initiiert und führt Aktionen und Werke von diözesaner Bedeutung auch im Zusammenwirken mit den angeschlossenen Fachverbänden und Vereinigungen, insbesondere bei außerordentlichen Notständen durch.
  • (3)        Der Verband richtet daneben seine Tätigkeiten darauf, einzelne Personen zu unterstützen,
    • 1.    die persönlich bedürftig sind, d.h. infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, oder
    • 2.    die wirtschaftlich bedürftig sind (§ 53 Satz 1 Ziff. 2 AO).Diese mildtätigen Satzungszwecke des Verbandes werden verwirklicht insbesondere durch die Unterhaltung von Heimen und Einrichtungen der Sozialhilfe, von Betreuungs- und Beratungsdiensten und durch offene Hilfen einschließlich von Pflegediensten.
    • (4)    Der Verband kann Dienste und Einrichtungen in eigener Verantwortung errichten und führen, wenn er dies für erforderlich hält.

Vorstand und Geschäftsführung

Die aktuelle Vorstandschaft

 

  • Josef Färber, Stellv. Landrat, 1. Vorsitzender
  • Alosia Bauer, 2. Vorsitzende
  • Pfarrer Josef Göppinger
  • Dr. Christian Moser, Oberbürgermeister
  • Diakon Dieter Stuka
  • Georg Peter, verstorben am 05.05.2017
  • Hans-Jürgen Weißenborn, Geschäftsführer

 

Geschäftsführung

  • Hans-Jürgen Weißenborn, Geschäftsführer
  • Manuela Stephan, stellv. Geschäftsführerin 

Caritasrat

Dem Caritasrat obliegt die Aufsicht und Kontrolle über den Vorstand in wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten.

 

Dem aktuellen Caritasrat gehören an:

Stefan Swihota ,  Vorsitzender

Manfred Lantermann

Dekan Wolfgang Riedl

Stadtpfarrer Martin Neidl

Bernhard Jung

 


 

 

Leitbild

Unser Leitbild

 

  1. Ursprung und Grundlage der kirchlichen Caritas und damit des Caritasverbandes ist die helfende und heilende Zuwendung Gottes zum Menschen; unser vorrangiges Wirken gilt den Armen und Schwachen, gleichgültig, welchen Geschlechts oder welcher Rasse sie sind oder welcher Religion oder Nationalität sie angehören.
  2. Unser Anliegen ist das Wohlergehen der Menschen in materieller, körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht.
  3. Wir stärken die Selbsthilfekräfte der Menschen, fördern ihre Selbstständigkeit und achten Ihre Würde.
  4. Richtschnur unseres Handelns ist die Botschaft des Evangeliums und das christliche Menschenbild.
  5. Wir begegnen unseren Mitmenschen mit Achtung, Wohlwollen und Verständnis aus der Überzeugung heraus, dass uns allen eine unantastbare Würde als Geschöpf Gottes verliehen ist.
  6. Wir schulen unsere Mitarbeiter im Umgang mit herausforderndem Verhalten und erarbeiten Prozessabläufe, um sowohl die Hilfesuchenden, Patienten und deren Angehörigen, als auch unsere Mitarbeiter vor psychischer und physischer Gewalt schützen zu können.
  7. Wir entwickeln neue Strategien und Projekte der Hilfe und arbeiten sparsam und wirtschaftlich.
  8. Wir fördern die Tätigkeit von Ehrenamtlichen, stärken die Übernahme von Mitverantwortung und bauen auf die Unterstützung und auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Pfarreien.
  9. Als Verband der freien Wohlfahrtspflege beteiligen wir uns an der Grundversorgung der Bevölkerung mit sozialen Dienstleistungen.
  10. Wir streben in Verhandlungen mit Förderern und Kostenträgern eine Unterstützung unserer Arbeit an, die es erlaubt, sie in der erforderlichen Qualität durchzuführen.
  11. Wir stehen zur Leistungs- und Qualitätskontrolle und bekennen uns zu einem fairen Wettbewerb im Bereich der sozialen Arbeit.

Satzung

Caritasverband für den Landkreis Deggendorf e. V.

         

                                           SATZUNG

§ 1 Name, Rechtsform, Stellung, Sitz und Geschäftsjahr

(1) Der Caritasverband für den Landkreis Deggendorf ist die vom Bischof von Regensburg anerkannte institutionelle Zusammenfassung und Vertretung der katholischen Caritas in den zu den Diözesen Regensburg und Passau gehörenden Teilen des Landkreises Deggendorf. Er steht unter der Aufsicht des Bischofs von Regensburg gemäß kirchlichem Recht. Dieser kann sich zur Durchführung des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. bedienen.
(2) Er ist Verband der freien Wohlfahrtspflege und eine Gliederung des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. und der Diözese Passau e. V. und Mitglied des Deutschen Caritasverbandes e.V.
(3) Er wurde am 31.3.1963 gegründet und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts VR 130 eingetragen. Er trägt den Namen „Caritasverband für den Landkreis Deggendorf e. V.“
(4) Der Sitz des Verbandes ist Deggendorf.
(5) Das Geschäftsjahr des Verbandes ist das Kalenderjahr.
(6) Die Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse findet in der jeweiligen im Amtsblatt für die Diözese Regensburg veröffentlichten Fassung Anwendung.


§ 2 Gemeinnützigkeit

(1) Der Verband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
(2) Der Verband ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Verbandes fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
(3) Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Verbandes für ihre Mitgliedschaft keinerlei Entschädigung.

§ 3 Organisation

(1) Die Orts¬¬caritasverbände sind Gliederungen des Verbandes.
 Die Pfarrkirchenstiftungen als rechtsfähige Stiftungen des öffentlichen Rechts sind korporative Mitglieder, wenn sie ihren Sitz im Einzugsgebiet des Kreis-Caritasverbandes haben.
(2) Dem Verband sind die durch den Deutschen Caritasverband anerkannten zentralen katholischen caritativen Fachverbände und die anerkannten katholischen caritativen Vereinigungen, die einen Dienst oder eine Einrichtung im Landkreis Deggendorf haben, angeschlossen.
(3) Die in Abs. 1 und 2 genannten Verbände, und Vereinigungen und Stiftungen üben ihre Tätigkeit nach Maßgabe ihrer Statuten selbstständig aus.

§ 4 Zweck und Aufgabe

(1) Der Verband widmet sich allen Aufgaben sozialer und caritativer Hilfe. Ehrenamtliche und sonstige Freiwillige sowie berufliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tragen gemeinsam zur Erfüllung dieses Zwecks bei.
(2) Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die soziale und caritative Hilfe als Wesens- und Lebensäußerung der Katholischen Kirche.
Der Verband widmet sich insbesondere folgenden Aufgaben:
  1. Er fördert die Werke der Caritas planmäßig und führt das Zusammenwirken aller auf dem Gebiet der Caritas tätigen Personen und Einrichtungen herbei.
  2. Er versteht sich als Solidaritätsstifter, als Anwalt und Partner Benachteiligter und, verschafft deren Anliegen und Nöten Gehör, unterstützt sie bei der Wahrnehmung ihrer Rechte und tritt gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen entgegen, die zur Benachteiligung und Ausgrenzung führen.
  3. Er trägt zur Förderung und Entwicklung der sozialen und caritativen Facharbeit und ihrer Methoden bei.
  4. Er nimmt die Ausbildung, Fortbildung und Schulung von Mitarbeitern der sozialen und caritativen Hilfe wahr oder vermittelt sie und unterstützt durch Schrifttum und Publikationen die Arbeit wissenschaftlich und praktisch.
  5. Er weckt und fördert die Bereitschaft, soziale Berufe zu ergreifen und ehrenamtlich/frei-willig mitzuarbeiten.
  6. Er wirkt an den Entwicklungen auf dem Gebiet der Wohlfahrtspflege mit und kooperiert auf der jeweiligen Ebene mit den Partnern der öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege.
  7. Er fördert das soziale Bewusstsein in der Gesellschaft und den innerverbandlichen Zusammenhalt durch Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
  8. Er fördert die Entwicklung und Umsetzung von Qualitätsstandards in den vielfältigen Feldern sozialer Arbeit.
  9. Er vertritt die Caritas in Angelegenheiten von diözesaner Bedeutung in der Region und gewährleistet die Zusammenarbeit mit Behörden und sonstigen öffentlichen Organen.
10. Er unterstützt und fördert die Pfarreien in der Gemeindecaritas.
11. Er wirkt in Organisationen mit, soweit Aufgabengebiete sozialer und caritativer Hilfe berührt werden.
12. Er initiiert und führt Aktionen und Werke von diözesaner Bedeutung auch im Zusammenwirken mit den angeschlossenen Fachverbänden und Vereinigungen, insbesondere bei außerordentlichen Notständen durch.
(3) Der Verband richtet daneben seine Tätigkeiten darauf, einzelne Personen zu unterstützen,
1. die persönlich bedürftig sind, d.h. infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind, oder
2. die wirtschaftlich bedürftig sind (§ 53 Satz 1 Ziff. 2 AO).
Diese mildtätigen Satzungszwecke des Verbandes werden verwirklicht insbesondere durch die Unterhaltung von Heimen und Einrichtungen der Sozialhilfe, von Betreuungs- und Beratungsdiensten und durch offene Hilfen einschließlich von Pflegediensten.
(4) Der Verband kann Dienste und Einrichtungen in eigener Verantwortung errichten und führen, wenn er dies für erforderlich hält.


§ 5 Mitglieder

(1) Der Verband hat persönliche und korporative Mitglieder.
(2) Persönliches Mitglied kann werden, wer als natürliche Person an der Erfüllung des Auftrages der Caritas der katholischen Kirche durch ehrenamtliches/freiwilliges Engagement, durch ideelle oder sonstige Förderung oder durch die Zahlung von Mitgliedsbeiträgen mitwirkt.
 Die Mitglieder der in den Pfarrgemeinden bestehenden Ortscaritasverbände und der anerkannten zentralen katholischen caritativen Fachverbände und der anerkannten zentralen katholischen Fachverbände und der anerkannten katholischen caritativen Vereinigungen sind zugleich Mitglieder des Caritasverbandes.
(3) Korporative Mitglieder können juristische Personen werden, die als Verbände, als Träger von Einrichtungen und Diensten oder als Vereinigungen nach ihren satzungsgemäßen Zwecken Aufgaben der Caritas der katholischen Kirche wahrnehmen, die Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse in der jeweils geltenden Fassung anwenden und entweder zumindest eine Einrichtung oder bzw. einen Dienst im Einzugsgebiet des Kreis-Caritasverbandes betreiben oder ihren Sitz im Einzugsgebiet haben.
(4) Die Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag. Das Nähere regelt eine Beitragsordnung, die auf Empfehlung des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. und des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V. von der Mitgliederversammlung beschlossen wird. Der von korporativen Mitgliedern, die soziale Dienste und Einrichtungen unterhalten, an den Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. und den Caritasverband für die Diözese Passau e. V. zu leistende Jahresbeitrag wird dadurch nicht berührt. Die angeschlossenen Fachverbände und  vereinigungen ordnen die Beitragsleistungen ihrer Mitglieder selbstständig.
(5) Initiativgruppen, freie Zusammenschlüsse und Träger von Einrichtungen, die der katholischen Kirche und den Zielen des Verbandes nahe stehen, aber aufgrund ihrer Organisationsmerkmale die Voraussetzungen für eine korporative Mitgliedschaft nach Abs. 3 teilweise nicht erfüllen, können dem Verband entsprechend den Leitlinien der Verbandsordnung des Deutschen Caritasverbandes in der jeweils gültigen Fassung assoziiert werden. Sie erhalten Information und Beratung und werden im Rahmen der satzungsgemäßen Aufgaben des Verbandes gegenüber Dritten vertreten. In den Organen des Verbandes haben sie weder Sitz noch Stimme.
(6) Der Bischof von Regensburg oder eine von ihm schriftlich benannte Person wird auf Antrag Vereinsmitglied. Das nach § 6 übliche Aufnahmeverfahren gilt nicht für diese Mitgliedschaft. Eine Änderung der Satzung oder des Vereinszweckes ist nur mit dieser Mitgliedsstimme möglich.

§ 6 Aufnahme, Austritt, Ausschluss von Mitgliedern

(1) Über die Aufnahme eines Mitglieds entscheidet der Vorstand. Der Antrag kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.
(2) Die Mitgliedschaft, die nicht übertragbar ist, erlischt
a) durch schriftliche Austrittserklärung gegenüber dem Vorstand, die zum Jahresende Ende eines Kalenderjahres wirksam wird;
b) beim Tod eines Mitglieds sowie durch Auflösung oder Verlust der Rechtsfähigkeit als juristische Person;
c) durch Ausschluss eines Mitglieds wegen eines den Zweck oder das Ansehen des Verbandes schädigenden Verhaltens. Über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung nach Anhörung des Mitglieds;
d) durch Ausschluss des Mitglieds, wenn zwei aufeinander folgende Kalenderjahre keine Beiträge abgeführt werden. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.
(3) Anmeldung, Aufnahme, Austritt und Ausschluss von Mitgliedern der in den Pfarrgemeinden bestehenden caritativen Vereinigungen, der Ortscaritasverbände und der angeschlossenen anerkannten Fachverbände und anerkannten caritativen Vereinigungen regeln sich nach den Bestimmungen, die von diesen Organisationen hierfür erlassen sind.

§ 7 Organe

Organe des Verbandes sind
1. der Vorstand
2. der Caritasrat
3. die Mitgliederversammlung

§ 8 Innere Ordnung der Organe

(1) Die Einladung zu den Sitzungen des Vorstandes und der Mitgliederversammlung ergeht durch den Vorsitzenden des Vorstandes, der bei allen Sitzungen den Vorsitz führt. Bei Sitzungen des Caritasrates ergeht die Einladung durch die/den Vorsitzende/n des Caritasrates, die/der auch die Sitzungen leitet.
(2) Alle Organe des Verbandes fassen ihre Beschlüsse mit der Mehrheit der Stimmen der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder, sofern diese Satzung nicht ausdrücklich anderes bestimmt. Bei Stimmgleichheit entscheidet jeweils die/der Vorsitzende, sofern sie/er stimmberechtigt ist. Bei unmittelbarer persönlicher Betroffenheit i. S. d. Billigung oder Missbilligung eigenen Verhaltens oder bei Entscheidungen, die dem Mitglied selbst, seinem Ehegatten, einem Verwandten oder Verschwägerten bis zum 3. Grad einen unmittelbaren Vor- oder Nachteil bringen würde, ist ein Mitglied nicht stimmberechtigt. § 34 BGB bleibt davon unberührt.
(3) Abstimmungen und Wahlen können durch Akklamation durchgeführt werden. Eine geheime Abstimmung oder Wahl ist durchzuführen, wenn dies von einem stimmberechtigten Mitglied beantragt wird.
(4) Jedes Mitglied der Organe des Verbandes hat eine Stimme, sofern in dieser Satzung das Stimmrecht nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar. Berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreis-Caritasverbandes haben nur beratende Stimme.
(5) Über die Beschlüsse der Organe des Verbandes sind Niederschriften aufzunehmen, die vom Vorsitzenden und vom Protokollführer zu unterzeichnen sind. Der Protokollführer wird von der/vom Vorsitzenden des Vorstandes, im Caritasrat von der/vom Vorsitzenden des Caritasrates bestellt.
(6) Die Amtsdauer einer/eines in die Organe des Verbandes berufenen Vertreterin/Vertreters endet, wenn für ihn eine andere Vertreterin/ein anderer Vertreter/ berufen wird oder das Entsendungsrecht seiner Organisation erlischt.
(7) Die Amtszeit der gewählten Mitglieder der Organe des Verbandes beträgt drei Jahre. Sie bleiben jedoch bis zur Neuwahl im Amt.
(8) Zu den Sitzungen der Organe des Verbandes können Sachverständige und ständige Gäste ohne Stimmrecht hinzugezogen werden. Die Entscheidung über die Sachverständigen trifft die/der Vorsitzende des Vorstandes, im Caritasrat die/der Vorsitzende des Caritasrates.
(9) Der Vorstand des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. sowie für die Diözese Passau e. V. oder die von ihm Beauftragten haben das Recht, an den Sitzungen der Organe des Verbandes mit beratender Stimme teilzunehmen. Die Einladung dazu ist dem Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. sowie dem Caritasverband für die Diözese Passau e. V. fristgerecht zuzustellen.
(10) Die Mitglieder der Organe des Verbandes können eine angemessene Vergütung erhalten. Die Zahlung von pauschalen Aufwandsentschädigungen ist zulässig.

§ 9  Vorstand

(1) Der Vorstand setzt sich zusammen aus
 a)  der/dem Vorsitzende/n
 b) der/dem stellvertretenden Vorsitzende/n
 c)  dem/der Geschäftsführer/in
 d) bis zu fünf weiteren Mitgliedern

(2) Die Mitglieder des Vorstandes, ausgenommen der/die Geschäftsführer/in, werden von der Mitgliederversammlung gewählt. Der/die Geschäftsführer/in ist der/die vom Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. bestellte Leiter/in der Geschäftsstelle.
 Wenigstens ein Mitglied des Vorstandes muss im Verbandsgebiet tätiger römisch-katholischer Priester oder Diakon sein.
(3) Die Wahl der/des Vorsitzenden und der/des stellvertretenden Vorsitzenden bedarf der Bestätigung des Vorstandes des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V., der seine Entscheidung im Einvernehmen mit dem Bischof von Regensburg und des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V. trifft.
(4) Dem Vorstand obliegt die laufende Verbandsgeschäftsführung. Dabei hat er die Beschlüsse der Organe des Verbandes durchzuführen und ihre Empfehlungen zu beachten. Er hat den Jahresabschluss und den Wirtschaftsplan aufzustellen.
(5) Alle satzungsgemäßen Rechte und Pflichten der/des Vorsitzenden des Vorstandes gehen bei dessen Verhinderung, oder wenn die Stelle der/des Vorsitzenden nicht besetzt ist, auf die/den stellvertretenden Vorsitzende/n, bei Verhinderung beider auf den/die Geschäftsführer/in über.
(6) Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.


§ 10 Vertretungsrecht

Für die rechtliche Vertretung des Verbandes und zum Abschluss von Rechtsgeschäften sowie zu allen sonstigen Rechtshandlungen sind die Willenserklärungen der/des Vorsitzenden oder der/des stellvertretenden Vorsitzenden einerseits und der/des Geschäftsführerin/Geschäftsführers andererseits erforderlich und genügend.

§ 11 Innere Ordnung des Vorstandes und Sitzungen des Vorstandes

(1) Der Vorstand tritt nach Bedarf zusammen. Auf Antrag eines Mitglieds des Vorstandes ist der Vorstand einzuberufen. Die Einladungen erfolgen in der Regel schriftlich unter Angabe der Tagesordnung, spätestens eine Woche vor der Sitzung des Vorstandes. Eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren ist möglich, wenn sämtliche Mitglieder des Vorstandes sich schriftlich im Rahmen des konkret anstehenden Beschlusses mit dieser Verfahrensweise einverstanden erklärt haben.
(2) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind.


§ 12 Caritasrat

(1) Der Caritasrat setzt sich zusammen aus fünf Personen, die von der Mitgliederversammlung gewählt werden. Im Übrigen gilt § 8 dieser Satzung.
(2) Die Mitglieder des Caritasrates müssen persönlich und fachlich geeignet sein. Bei den Mitgliedern des Caritasrates dürfen insbesondere folgende Kriterien nicht zutreffen:
a) Mitglied im Vorstand bzw. der Geschäftsführung 
b) verwandtschaftliche Beziehung oder bestehende Ehe zu bzw. mit Mitgliedern des Vorstandes, der Geschäftsführung oder zu bzw. mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die der mittelbaren Kontrolle und Aufsicht unterliegen
c) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die beim Verband selbst, in Einrichtungen und Diensten oder in Gesellschaften, bei denen der Verband (mit)beteiligt ist, tätig sind
d) Personen, die beim beauftragten Prüfer und bzw. oder Steuerberater beschäftigt sind
e) Personen, die persönlich oder aufgrund ihrer Funktion in einer Wettbewerbsbeziehung zum Verband stehen
(3) Die gem. (1) gewählten Mitglieder sind dem Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. und des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V. zu benennen. Innerhalb einer Frist von vier Wochen ab Zugang der Benennung kann der Vorstand des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. der Wahl widersprechen. Der Widerspruch ist zu begründen.
(4) Der Caritasrat wählt aus seiner Mitte eine/n Vorsitzende/n und eine/n stellvertretende/n Vorsitzende/n.
(5) Die Amtszeit beträgt drei Jahre. Sie erlischt bzw. endet mit der Konstituierung des neuen Caritasrates.


§ 13 Aufgaben des Caritasrates

(1) Dem Caritasrat obliegt die Aufsicht und Kontrolle über den Vorstand in wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten.
(2) Ihm obliegen insbesondere
a) die Beratung der Organe des Kreis-Caritasverbandes über wirtschaftliche und finanzielle Fragen von besonderem Ausmaß - er kann dazu Empfehlungen geben
b) die Genehmigung des Jahresabschlusses und des Wirtschaftsplans
c) die Bestellung des Prüfers und die Festlegung des Prüfungsauftrags durch für den Prüfer (§ 18)
d) die Entgegennahme und Beratung des Prüfungsberichts
e) eine Empfehlung zur Entlastung des Vorstandes in wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten.
(3) Der Caritasrat ist berechtigt, die zu prüfenden Unterlagen jeweils vollständig einzusehen. Der Caritasrat kann sich eine Geschäftsordnung geben.

§ 14 Innere Ordnung und Sitzungen des Caritasrates

(1) Der Caritasrat wird nach Bedarf, mindestens zweimal im Jahr, einberufen. Auf Antrag von mindestens zwei seiner stimmberechtigten Mitglieder ist er einzuberufen. Die Einberufungsfrist beträgt zwei Wochen. Die Einberufung erfolgt schriftlich unter Angabe der Tagesordnung. Anträge zur Tagesordnung können von jedem Mitglied bis spätestens acht Tage vor Sitzungsbeginn schriftlich an die/den Vorsitzende/n gerichtet werden.
(2) Der Caritasrat ist beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder erschienen sind. Von diesen muss eine/r die/der Vorsitzende oder die /der stellvertretende Vorsitzende sein.


§ 15 Mitgliederversammlung

(1) Die ordentliche Mitgliederversammlung ist jährlich abzuhalten.
(2) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn das Interesse des Verbandes es erfordert oder wenn wenigstens ein Viertel der Mitglieder des Verbandes die Einberufung schriftlich unter Angabe der Gründe beim Vorsitzenden beantragt.
(3) Die Einladung erfolgt schriftlich durch Veröffentlichung in der Deggendorfer Zeitung und dem Donau-Anzeiger unter Angabe der Tagesordnung.
(4) Die Einberufungsfrist beträgt mindestens zwei Wochen.
(5) Anträge zu Fragen, die nicht auf der Tagesordnung stehen, sind schriftlich mit einer Frist von einer Woche vor der Mitgliederversammlung über die Geschäftsstelle beim Vorsitzenden einzureichen. Über ihre Behandlung entscheidet die Mitgliederversammlung.
(6) Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.
(7) Die korporativen Mitglieder entsenden je einen Vertreter in die Mitgliederversammlung. Die anerkannten Fachverbände und  vereini¬gungen nach § 3 Abs. 2 sowie die rechtsfähigen Gliederungen des Verbandes nach § 3 Abs. 1 entsenden neben ihren persönlichen Mitgliedern für jede von ihnen im Einzugsgebiet des Verbandes betriebene Einrichtung eine/n stimmberechtigte/n Vertreterin/ Vertreter.
( 8 ) Die rechtsfähigen Orts- bzw. Pfarrcaritasvereine entsenden je eine Vertreterin/ einen Vertreter mit Stimmrecht.


§ 16 Aufgaben der Mitgliederversammlung

Der Mitgliederversammlung obliegen insbesondere folgende Aufgaben:
1. die Wahl der zu wählenden Mitglieder des Vorstandes (§ 9 Abs. 2) und des Caritasrates
(§ 12 Abs. 1)
2. die Wahl der nach der Satzung des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. und des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V. erforderlichen Anzahl von Vertretern in die Vertreterversammlung sowie die entsprechende Anzahl an Ersatzvertretern
3. die Entgegennahme und Beratung des Tätigkeitsberichtes des Vorstandes
4. die Entlastung des Vorstandes und des Caritasrates
5. der Erlass einer Beitragsordnung (§ 5 Abs. 4)
6. die endgültige Entscheidung über den Ausschluss eines Mitgliedes (§ 6 Abs. 2 c)
7. die Beratung und Entscheidung über Fragen von grundsätzlichem und finanziellem Ausmaß, besonders bei einer erheblichen Ausweitung der Tätigkeit des Verbandes und bei Bauvorhaben ab einer Summe von 500.000,-- €
8. die Entgegennahme und Beratung des Berichts des Caritasrates
9. die Entscheidung über Satzungsänderungen und die Auflösung des Verbandes (§ 20)
Die Mitglieder des Vorstandes sind bei der Wahl der Mitglieder des Caritasrates (§ 16 Ziff. 1) und bei der Entlastung des Vorstandes (§ 16 Ziff. 4) nicht stimmberechtigt.

§ 17 Geschäftsstelle des Verbandes

(1) Der Verband unterhält an seinem Sitz in Deggendorf eine Geschäftsstelle, die zugleich die Aufgabe eines Caritassekretariates als Außenstelle des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. wahrnimmt. Der/die Leiter/in der Geschäftsstelle ist der/die Geschäftsführer/in des Verbandes. Dieser wird vom Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. angestellt und handelt in dessen Auftrag und auf dessen Weisung.
(2) Das Nähere regelt eine Vereinbarung zwischen dem Vorstand des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. und des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V. und dem Vorstand des Verbandes.

§ 18 Rechnungslegung

(1) Die Rechnungslegung des Verbandes ist alljährlich durch einen vom Caritasrat bestellten Prüfer zu überprüfen. Der Prüfer darf nicht einem Organ des Verbandes angehören. Der schriftlich vorzulegende Prüfungsbericht ist Voraussetzung und Grundlage für die Entlastung des Vorstandes.
(2) Der Prüfungsbericht ist darüber hinaus dem Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. und dem Caritasverband für die Diözese Passau e. V. zur Verfügung zu stellen.


§ 19 Vorbehaltsbeschlüsse

Folgende Beschlüsse bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der schriftlichen Zustimmung des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. und des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V.:
1. Satzungsänderungen
2. Auflösung des Verbandes
3. Übernahme von Bürgschaften
4. Übernahme und Hingabe von Darlehen, Schenkungen, Erbschaften und Vermächtnissen im Werte von über 10.000,-- €
5. Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten
6. Errichtung und Schließung sozial-caritativer Heime und Einrichtungen und Dienste sowie die Übernahme von Trägerschaften an diesen
7. Abschluss von Miet- und Pachtverträgen bzgl. Immobilien
8. Führung von Aktiv-Prozessen


§ 20  Änderung der Satzung und Auflösung des Verbandes

(1) Änderungen der Satzung und des Verbandszwecks und die Auflösung des Verbandes können nur von der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von drei Viertel der erschienenen Mitglieder beschlossen werden. Die Beschlüsse bedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Zustimmung des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e.V. und des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V..
(2) Bei Ausscheiden aus dem Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. oder bei Zahlungsunfähigkeit (z.B. Rückstand bei Erstattung der Aufwendungen, Umlagen, Beiträgen, Bearbeitungskosten und Ausgleichsbeträgen zur Zusatzversorgungskasse der Bayerischen Gemeinden für mehr als sechs Monate) löst sich der Verband auf.
(3) Bei Auflösung oder Aufhebung des Verbandes oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Verbandsvermögen an den Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V., ersatzweise an den bischöflichen Stuhl von Regensburg, der es im Einzugsgebiet des Kreis-Caritasverbandes unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.


§ 21  Übergangsregelung

(1) Diese Satzung tritt in Kraft nach schriftlicher Zustimmung des Caritasverbandes für die Diözese Regensburg e. V. und des Caritasverbandes für die Diözese Passau e. V. und mit Eintragung in das Vereinsregister.
(2) Die Amtszeit des Caritasausschusses gemäß § 13 der Satzung i. d. F. vom 18.7.2013 endet mit Konstituierung des Caritasrates gemäß § 12 dieser Satzung. Die Amtszeit der gewählten Mitglieder des Caritasausschusses gemäß der Satzung i. d. F. vom 18.7.2013 endet ebenfalls mit der Konstituierung des Caritasrates gemäß § 12 dieser Satzung.
(3) Die Amtszeit des Vorstandes bleibt von der Neufassung der Satzung unberührt.
(4) Die von den bisherigen Organen erlassenen Ordnungen und Regelungen bleiben in Kraft und werden entsprechend angewendet, bis sie durch neue Bestimmungen der zuständigen Organe nach dieser Satzung ersetzt worden sind.
(5) Für den Fall, dass das Registergericht, das zuständige Finanzamt oder der Caritasverband für die Diözese Regensburg e.V. oder der Caritasverband für die Diözese Passau e. V. Änderungen an Teilen der Satzung für erforderlich halten, beauftragt die Mitgliederversammlung den Vorstand, die geforderten Änderungen der Satzung zu prüfen und ggf. zu beschließen sowie zur Eintragung erforderlicher Maßnahmen zu beauftragen. Der Beschluss der Änderungen durch den Vorstand bedarf einer Mehrheit von drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

Deggendorf, den 13. Mai 2014

Josef Färber      H.-J. Weißenborn
Vorsitzender      Geschäftsführer