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Hier und Weltweit wichtig: SOLIDARITÄT

Tätigkeitsbericht 2025

In all unseren Diensten und Einrichtungen war die Nachfrage ungebrochen groß.

Caritas öffnet Türen - Einblick in unsere Arbeit und Herausforderungen

Unser Jahresthema "Caritas öffnet Türen" bringt auf den Punkt, wofür wir tagtäglich stehen: Wir wollen für alle Menschen da sein, ein offenes Ohr haben, unterstützen, Wege aufzeigen und niemanden zurücklassen - insbesondere jene, die es in unserer Gesellschaft nicht leicht haben. Dazu zählen häufig kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Menschen im Niedriglohnsektor, alte und kranke Menschen, einsame Menschen sowie geflüchtete Menschen.

In allen unseren Beratungsdiensten verzeichnen wir einen deutlichen Zuwachs. Gleichzeitig werden die Problemlagen der einzelnen immer vielfältiger und komplexer, die Beratungen dauern in der Regel länger und erfordern einen hohen fachlichen und menschlichen Einsatz unserer Mitarbeitenden.

  • Ein besonderes Anliegen ist uns seit Jahrzehnten Zeichen gegen Einsamkeit zu setzen. So konnten wir auch in diesem Jahr wieder unsere Sonnenfahrt durchführen. Mit zwei Bussen unter der Schirmherrschaft von Landrat Bernd Sibler machten wir uns auf den Weg ins Glasdorf Weinfurtner. Zuvor wurde in Lam Gottesdienst gefeiert und eingekehrt. Ehrenamtliches Engagement macht nicht nur diesen Tagesausflug möglich, sondern auch unsere Weihnachtsfeier für Einsame, zu der wir dieses Jahr knapp 100 Gäste begrüßen durften. Auch viele weitere Angebote, ob der Kleiderladen für geflüchtete Menschen, die Rufbereitschaft des Frauenhauses, die Unterstützung demenzkranker Menschen ist nur dank des freiwilligen und beständigen Engagements unser ehrenamtlich Mitarbeitenden möglich, denen unser ganzer Respekt und auch Dank gilt.
    Großen Zuspruch fand auch dieses Jahr wieder unser integratives Familienfest, das im Rahmen des Sommers der Gemeinsamkeiten erstmals an einem Freitag stattfand. Dadurch konnten deutlich mehr Familien teilnehmen und die zahlreichen kostenlosen Angebote wie Bastelstationen, Hüpfburg, Zaubervorführung, Seifenblasenstation und vieles mehr nutzen. Essen und Trinken waren frei zugänglich, sodass es für alle ein unbeschwertes Fest sein konnte.
    Mit unseren Aktionen zu Weihnachten und zum Schulanfang konnten wir erneut viele Kinder und Familien unterstützen und so ganz konkrete Hilfe leisten, wo sie dringend benötigt wurde. Zum Schulanfang unterstützten wir 50 Kinder mit durchschnittlich je 120 € und an Weihnachten konnten wir 23 Familien helfen ihren insgesamt 53 Kinder den größten Weihnachtswunsch zu erfüllen. Treue und großzügige Sponsoren ermöglichen uns hier unterstützend tätig zu sein. 
    Im Bereich der Jugendsozialarbeit konnten wir einen wichtigen Schritt gehen: Die Jugendsozialarbeit an der Grundschule Plattling - der größten Grundschule im Landkreis - wurde um eine zweite Stelle erweitert und auch an dem Ausbau der sozialpädagogischen Betreuung in unserem Frauenhaus, der Zufluchtsstätte für Frauen haben wir gearbeitet.
    Ein besonderes Jubiläum feierte unsere Flüchtlingsberatung im ANKER, die seit nunmehr zehn Jahren besteht. Mit dem ehrenamtlich geführten Kleiderladen und der intensiven Beratungsarbeit konnten bereits tausenden Menschen geholfen werden, sich in einer neuen Lebenssituation in einem fremden Land zurechtzufinden.
    Auch innerhalb unseres Verbandes gab es bedeutende Wegmarken:
    Unsere Vorständin Manuela Stephan blickt auf 30 Jahre, unser Vorstand Hans-Jürgen Weißenborn auf 40 Jahre Dienstzeit zurück - beide haben als Sozialpädagogen im Verband begonnen und etliche unserer verschiedenen Arbeitsfelder selbst kennengelernt, bevor sie Verantwortung in der Geschäftsführung übernahmen. Der Abschied des Vorstands Hans-Jürgen Weißenborn wurde mit einer großen Feier im Historischen Rathaussaal begangen, an der Mitarbeitende, Wegbegleiter, Vertreter unserer Gremien und der lokalen Politik, sowie Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kreisverbänden teilnahmen.
    Mit großem Dank verabschiedeten wir zudem unsere Pflegedienstleitung Helga Schütz, die nach 36 Jahren in die Ruhephase der Altersteilzeit wechselte. Sie hinterlässt fachlich wie menschlich eine große Lücke - ihre Arbeit, ihr Engagement und ihr Team haben maßgeblich zur hohen Patientenzufriedenheit und zum Erfolg der Sozialstation beigetragen. Auch Sylvia Kappl, die sowohl in der Anmeldung als auch bei "Essen auf Rädern" tätig war, hat sich aus der aktiven Arbeitsphase verabschiedet - ein weiterer spürbarer Verlust, der durch das Zusammenhelfen der Mitarbeitenden und deren großem Engagement bis zur Nachbesetzung gut abgefangen werden konnte. 
    So ist auch bei uns im Caritasverband nicht nur personell, sondern auch in unserer täglichen Arbeit mit unserer Klientel in den Beratungsdiensten und unseren Patienten und Patientinnen, verbunden mit den hohen bürokratischen Anforderungen in allen Bereichen, vieles fordernd. Diesen Herausforderungen stellen wir uns gerne und sehen im Wandel auch die Bereicherung der Weiterentwicklung. Begleitet wird unsere Vorstandsarbeit engagiert durch den Caritasrat, der sich mit dem Vorstand intensiv mit Themen wie Kita-Trägerschaften, Digitalisierung und der Finanzierbarkeit unserer Beratungsdienste auseinandergesetzt hat. Letztere stellt uns vor große Herausforderungen: Durch gleichbleibende Zuschüsse bei gleichzeitig steigenden Lohn- und Sachkosten wächst das Defizit einzelner Beratungsdienste kontinuierlich.
    Auf der letzten Jahreshauptversammlung wurde unser Caritasrat neu gewählt. Drei neue Mitglieder konnten wir begrüßen, während drei langjährige Mitglieder das Gremium aus persönlichen Gründen verlassen haben. Ihnen gilt ein herzliches Vergelt’s Gott für viele Jahre engagierter Mitarbeit.
    Mit dem folgenden Einblick in unsere Einrichtungen 2025 möchten wir Ihnen unsere Arbeit näherbringen. Die Caritas öffnet Türen - jeden Tag, für viele Menschen. 

    Allgemeine Sozialberatung
  • 220 Klienten mit 550 Beratungskontakten, der Großteil (175 Klienten) im Alter zwischen 25 und 65 Jahren
  • Besonderheiten: Anfang des Jahres wurde die Beratungsstelle "Brücke" über den Betreuungsverein 1&1" Straubing in der Bahnhofstr. 26 eingerichtet, was die Beraterinnen der Allgemeinen Sozialberatung sichtlich entlastet hat: Klient*innen, die von Obdachlosigkeit bedroht oder bereits betroffen waren, wurden dahin weitervermittelt.
  • Das Sozialbüro in Osterhofen (in den obengenannten Zahlen enthalten) wurde auch im Jahr 2025 mit 86 Klienten und 875 Beratungskontakten stark in Anspruch genommen. Auch hier ist der Großteil (60 Klienten) aus der Altersgruppe 25 - 65 Jahren 


    Betreuungsverein
  • 117 Betreuungen von vier Betreuern mit einen unterschiedlicher Wochenarbeitszeit 
  • 232 Beratungen im telefonischen, wie auch im persönlichen Kontakt in der Geschäftsstelle oder auch im Rahmen von Hausbesuchen statt zum Thema "Vorsorge"
  • 48 Beratungen für Familienbetreuerinnen und -betreuer sowie Vollmachtnehmerinnen und -nehmer, Einzelberatungen für ehrenamtliche Fremdbetreuerinnen und -betreuer im maximal förderfähigen Umfang von insgesamt 40 Wochenstunden
  • Der regelmäßig angebotene Stammtisch für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer diente dem fachlichen Austausch und der gegenseitigen Unterstützung
  • Im Bereich der erweiterten Unterstützung wurde bislang ein Fall im Zeitraum von September bis November begleitet
  • Öffentlichkeitsarbeit: Vorträge zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung in der BRK-Geschäftsstelle sowie in der evangelischen Kirchengemeinde in Metten, an der Hochschule Deggendorf im Juli und Dezember Vorträge zum neuen Betreuungsrecht, sowie zu besonderen Herausforderungen bei der Betreuung von Menschen mit psychischen Erkrankungen 

    Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern/Familienberatung
    Nachdem Psychologin Monika Schrötter dankenswerterweise sieben Monate kommissarisch die Beratungsstelle leitete, übernahm Alexander Hecht zum 01.08.2025 die Leitung des multidisziplinären Teams. Gemeinsam wurden 419 Fälle beraten, davon 236 Neuaufnahmen. 257 Fälle wurden abgeschlossen. Zusätzlich wurden 47 ISEF-Fälle durch die Fachkräfte bearbeitet. 
    Die meisten Beratungsanlässe gab es durch: Belastende Einflüsse in der Familie (23%), Belastung junger Menschen durch Konflikte in der Familie (20%), Auffälligkeiten im Sozialverhalten (10%), Entwicklungsauffälligkeiten/seelische Probleme (9%). Insgesamt ist eine deutliche Steigerung der Beratung zum Thema Trennung und Scheidung zu beobachten. Unsere Präventionsangebote reichen von Gruppenangeboten, wie Konzentrationstraining für Kinder, Kinder im Blick Gruppe für Eltern und Gruppe für Kinder nach Trennung und Scheidung über Referententätigkeiten, Multiplikatoren-Arbeit bis zur Gremienarbeit. Die Elternsprechstunde am BKH-Mainkofen wird gut angenommen.
    Frau Lena Hof bleibt nach ihrem Praktikum in der Familienberatung und übernimmt eine Stelle als Sozialpädagogin.
    Demenzkrankenberatung 
    140 Beratungen: persönlich, telefonisch oder auch durch Hausbesuche

    Fachambulanz für Suchtprobleme
    •    373 beratene Personen in 3925 stattgefundenen Beratungsterminen, 13 % mehr als im Vorjahr
    •    Hauptindikation mit Alkoholproblematik (62,4%), gefolgt von Opiaten, Cannabis, sonstigem Drogenkonsum, Glücksspiel, Verhaltenssüchte und Mediensucht
    •    Angehörigenarbeit als Gruppenangebot und in Einzelgesprächen
    •    Weitere Gruppen für Glückspielabhängige, Indikativgruppe Achtsamkeit, Skoll (Selbstkontrolltraining), zwei Nachsorgegruppen
    •    Zusammenarbeit und Vernetzung mit den Selbsthilfegruppen im Landkreis (u.a. Helfersysteme)
    •    ab dem 01.07.25 neue Leitung Herr Christian Hadersdorfer


    Fachstelle für pflegende Angehörige
    •    Beratene Angehörige:       265
    •    Beratene Pflegebedürftige: 50 (manchmal gemeinsam mit den Angehörigen)
    Telefonisch:                       126
    Persönlich:                         80          
    Hausbesuche:                    59

    Helferkreis/Alltagsbegleitung: Ziel unserer Tätigkeiten ist es, ältere Menschen im Alltag zu unterstützen, soziale Kontakte zu fördern und zur Entlastung von Angehörigen beizutragen. Durch regelmäßige Besuche, Gespräche, Begleitung zu Terminen sowie individuelle Unterstützungsangebote leisten unsere Ehrenamtlichen einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität der betreuten Seniorinnen und Senioren. 
    •    Zur Qualitätssicherung und fachlichen Weiterentwicklung wurden im Berichtsjahr insgesamt vier Fortbildungen für die aktiven Helferinnen angeboten. Die Themen orientierten sich an die praktischen Anforderungen der Seniorenbetreuung und dienten der Stärkung sozialer, kommunikativer sowie pflegeleitender Kompetenzen. 
    •    Darüber hinaus wurde in Kooperation mit der Caritas Fachstelle Landau an der Isar eine Helferkreisschulung für neue Ehrenamtliche durchgeführt. An dieser Schulung nahmen insgesamt 12 Personen teil. Vier Helferinnen davon blieben unseren Helferkreis erhalten.
    •    Ende 2025 waren insgesamt 56 Helferinnen im Helferkreis gemeldet. Sie waren 6.016,50 Stunden im häuslichen Bereich im Einsatz.

    Besondere Ereignisse an der Fachstelle:
  • Helferkreisschulung mit insgesamt 12 Teilnehmenden. Eine derart hohe Anzahl an Interessensbekundungen gab es seit vielen Jahren nicht mehr, Dies zeigt das wachsende gesellschaftliche Interesse am ehrenamtlichen Engagement in der Seniorenarbeit und unterstreicht die Bedeutung des Angebots. 
  • Vorträge und Veranstaltungsreihen 
    o    Vorträge für das Seniorenbüro Deggendorf 
    o    Eine vierteilige Vortragsreihe für den Katholischen Frauenbund 
    o    Ein Angehörigenfrühstück für pflegende Angehörige im Rahmen der Demenzwoche 
  • Kooperation und Netzwerkarbeit 
    o    Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Fachstellen 
    o    Kooperationstreffen unter anderem mit dem Landratsamt, der Gesundheitsregionplus sowie weiteren Netzwerkpartnern. 

    Flüchtlings- und Integrationsberatung
    2 Teilzeitkräfte mit je 19,5 Std. haben 378 Klienten in 907 Kontakte in den Büros im Katharinenspital beraten. 

    Herkunftsländer: Syrien, Nigeria, Afghanistan, Eritrea, Jemen, Ukraine, Deutschland (eingebürgert) und diverse EU-Länder

    Schwerpunkte der Beratung:
  •  Asyl- und Aufenthaltsrecht
  • Hilfestellung bei Behörden, dem BAMF, beim Jobcenter, der Agentur für Arbeit, der Familienkasse
  • Kontakte zu Anwälten, Ärzten und Schulen
  • Vermittlung zu Sprachkursträgern
  • Übersetzungs- und Ausfüllhilfen
  • Weitervermittlung an Fachberatungsstellen, wie Schwangerschaftsberatung; im Bedarfsfall auch an die Rückkehrberatungsstelle der Caritas
  • Erarbeitung und Vorbereitung sowie Weiterbegleitung beim Familiennachzug. Hier Kontakte mit den Deutschen Botschaften weltweit
  • Konfliktsituation in Familie/Partnerschaft
  • Verbraucheranfragen
  • Wirtschaftliche Situation (Schulden, Existenzsicherung)

    Flüchtlings- und Integrationsberatung im ANKER Niederbayern
    2 Vollzeitkräfte haben ca. 2500 persönliche Beratungen, 1000 Beratungen via E-Mail und ca. 1000 telefonische Beratungen, meist von Angehörigen durchgeführt

    Veränderungen in 2025:
    2 zusätzliche Halbtages-FIB-Stellen sind von den Johannitern übernommen worden

Weniger Neuantragsteller*innen, dafür bleiben Personen, die aus Gemeinschaftsunterkünften abgemeldet wurden, wieder länger (maximal 18 Monate) im Anker wohnend
Somit geht die Quantität der Beratung zurück, dafür wieder längere und umfassendere Beratungen der Ratsuchenden

Frauenhaus/Zufluchtsstätte für Frauen
Unser Frauenhaus war aufgrund Krankheit der hauptamtlichen Mitarbeiterin von bis Mai 2025 geschlossen. Gestartet wurde wieder mit Aufnahmen während der Bürozeiten. Ab Juli konnte die Rufbereitschaft mit 20 Ehrenamtlichen reaktiviert werden und Aufnahmen waren wieder Rund-um-die Uhr möglich.  Es kam zu 9 Aufnahmen (Alter: 22 - 62 Jahre) mit 3 Kindern (Alter 0,5 - 4 Jahre). 

Hausnotruf

95 Kunden
Nur noch Verkauf von Grundpaketen, um die Fachkräfte durch die Reduzierung der nächtlichen Einsätze zu entlasten

Jugendsozialarbeit an Grundschulen
Fallzahlen der JaS-Fachkräfte insg.484, davon an der Grundschule Mietraching (68), GS St. Martin (57), GS Theodor Eckert und GS Seebach(111), GS Angermühle (75), GS Plattling (98), GS Altenmarkt (75)

Arbeitsschwerpunkte 2025 an den Grundschulen: 

  • Kinder mit Fluchthintergrund
  • Konflikte innerhalb der Schülergemeinschaft
  • Arbeit mit Kindern aus Multiproblemfamilien
  • Elternarbeit überwiegend mit psychisch belasteten Eltern
  • Netzwerkarbeit vor allem mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Familienberatung und dem Amt für Jugend und Familie
  • finanzielle Schwierigkeiten der Eltern
  • Probleme im Aufbau und Halten sozialer Beziehungen
  • fehlende Arbeitsmaterialien/ unzureichende Versorgung
  • Familiäre Problematiken, auch (Sucht-)Erkrankung von Familienmitgliedern
  • Sehr hohe Fehlzeiten des Kindes- Vernachlässigung
  • Schulangst
  • Probleme mit Lehrkraft
  • Tod eines Familienmitgliedes

    Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen
    Frauen und Familien aus dem Einzugsgebiet Landkreis und Stadt Deggendorf, Stadt Straubing und Kreis Straubing-Bogen, Stadt und Landkreis Dingolfing, sowie aus benachbarten Landkreisen wie z.B. Regen nehmen das Beratungsangebot wahr. 3 Beraterinnen mit insg. 70 Wochenstunden haben in 1.239 Kontakten 1.185 Beratungsstunden erbracht. 1 Verwaltungskraft in Vollzeit unterstützt das Team. Am 01.05.2026 hat Tina Müller die Leitung der Beratungsstelle übernommen.
    Neu: Babysprechstunde an jedem zweiten Freitag 

    Kindergarten St. Katharina

    Das Jahr 2025 war im Kindergarten Sankt Katharina geprägt von Gemeinschaft, Engagement, besonderen Projekten und vielen schönen Begegnungen. Gemeinsam mit den Kindern, Eltern und Kooperationspartnern durften wir ein lebendiges und ereignisreiches Jahr erleben. Wir hatten Besuch von Polizei und Zahnarzt. Es gab einen Spielzeugtag und im Sommer hatten wir das Projekt von der Raupe zum Schmetterling und dürften dabei hautnah die Verwandlung miterleben und den geschlüpften Schmetterlingen die Freiheit schenken. Weitere Highlights waren ein Vorlesetag in Zusammenarbeit mit der Grundschule, unser beliebtes Sommerfest, das Umweltprojekt "Rama Dama" und vieles mehr … bei uns war immer was los für unsere durchschnittlich 35,8 Kinder (min. 31, max.36) davon durchschnittlich 2,3 integrative Kinder, die die Einrichtung 2025 besuchten.

    Kinderkrippe am Klinikum

    Seit März 2025 sind wir mit 24 Kindern, die unsere Einrichtung besuchen, voll belegt. Personell sind wir wieder gut aufgestellt.
    Unser Sommerfest im Juli 2025 diesmal unter dem Thema "Die Raupe wird zum Schmetterling" fand bei den Eltern wieder sehr großen Anklang, ebenso wie unser St. Martinsfest. 

    Kinderkrippe St. Josef
    Schmetterlingsprojekt, Osterpicknick, Zahnarztbesuch, Bewegung und Natur erleben
    bei regelmäßigen Spaziergängen und Spielplatzbesuchen, Sommerfest gemeinsam mit dem Kindergarten, Kürbisschnitzen im Herbst, Besuch vom Nikolaus, Besuch vom Christkind
    … 2025 war geprägt von gemeinsamen Erlebnissen, Lernmomenten und vielen fröhlichen Augenblicken für unsere durchschnittlich 19,4 Kinder (min. 15, max. 22) davon durchschnittlich 0,9 integrative Kinder.

    Kuren und Erholungen
    Persönliche Beratungen Mutter-Kind-Kuren: 20 Mütter mit insg. 35 Kindern
    Beratung Mütterkur: 3
    Telefonische Beratungen: 30
    Nach Beantragung dauerte es i.d.R. 3 Wochen bis der Kostenübernahmebescheid einging. Eine geeignete Klinik zu finden, gestaltete sich oft schwer. Die Wartezeiten betrugen oft mehr als sechs Monate.

    Mahlzeitendienst "Essen auf Rädern"

    Zwei neue Mitarbeiterinnen komplettieren das Team 
    In der Warmkost haben wir 22.087 Menüs im erweiterten Stadtgebiet von Deggendorf ausgeliefert und im Bereich der Tiefkühlkost wurden im 2 Wochen-Rhythmus insg. 900 Gerichte im gesamten Landkreis ausgefahren. 

    Offene Ganztagsschule Metten (OGT)
    84 Kinder besuchen den offenen Ganztag in 5 Kurzgruppen bis 14 Uhr und 2 Langgruppen bis 16 Uhr. Aus organisatorischen Gründen gibt es kein Betreuungsangebot bis 13 Uhr mehr 
    Anzahl der Betreuerinnen: 6
    Das Team hat sich zum Thema: "Die Herausforderungen der Grundschulkinderbetreuung meistern" gemeinsam in Regensburg fortgebildet
    Inklusionsprojekt: "Gemeinsam stark" Arbeitsgemeinschaft: einmal im Monat treffen sich 10 Kinder mit und 10 Kinder ohne Behinderung, um gemeinsam zu spielen, zu kochen, zu basteln und Spaß zu haben. Begleitet wird die Gruppe von Mitarbeiterinnen des OGT und der 
    Sankt Notker Schule

    Pflegeelternberatung
    36 Kinder in 30 Pflegefamilien
    170 begleitete Umgänge und 52 ausgefallene Termine, die aufgrund von Absagen der Eltern oder Nichterscheinen nicht stattgefunden haben
    9 Hausbesuche
    26 Einzeltermine mit Kindern und Jugendlichen
    Wir boten 2-mal ein Freizeitangebot für alle Pflegekinder an, das jeweils gut angenommen wurde (Osterkerzen basteln und Frühstück für Kinder)
    Das Pflegelternfrühstück fand 6-mal statt und wurde wie immer gut besucht
    Seit Oktober 2025 arbeiten wir in einer Kleingruppe mit Pflegekindern an dem Thema Gefühle, Gefühlsregulation und Biographiearbeit. Es fanden 5 Termine statt.


    Pflege zu Hause - Sozialstation
    Durchschnittlich wurden täglich 170 Patienten und Patientinnen versorgt.
    1043 Pflegegespräche
    Anschaffung von 2 neuen Tourenfahrzeugen
    Pflegedienstleitung Helga Schütz ging zum 01.12.2025 in die Ruhephase der Altersteilzeit. Larissa Husser und Angela Fuidl sind das neue Leitungsteam
    Hohe Nachfrage nach hauswirtschaftlichen Betreuungen
    Wir sind weiter auf Personalsuche, sowohl im pflegerischen als auch im hauswirtschaftlichen Bereich, um Touren weiter auszubauen und mehr Patienten und Patientinnen betreuen zu können

    Rückkehrberatung
    196 Personen in Beratung, 177 davon 2025 in Erstberatung 
    96 + 9 Ausreisen 

    Top 3 Ausreiseländer: Syrien (51), Türkei (16), Aserbaidschan (15)

    Top 3 Länder in der Erstberatung 2025: Syrien (101), Aserbaidschan (31), Türkei (26)

    Besonderheiten:  Aufgrund der hohen Anfragen und der komplexen Ausreisevorbereitungen kam es zu langen Wartezeiten bei der Erstterminvergabe, wie auch bei den Bearbeitungszeiten durch das BAMF. 
    Mehrere Flugsperrungen und Flugstopps trugen weiter zu den Verzögerungen bei. 
    Hinzu kamen teils kurzfristige Programmänderungen, welche ebenfalls kompensiert werden mussten. 
    Die Nachbetreuung musste bei den Klienten nach der Ausreise weiter intensiviert werden. 


    Schülergericht
    Im Jahr 2025 wurden 34 Fälle verhandelt. Dies sind 10 Fälle mehr als 2024.  
    6 Fälle sind noch nicht beendet, d.h. die Sanktion wurde noch nicht vollständig erfüllt und 8 Fälle werden in 2026 verhandelt. 
    Die Arbeit wird aufwendiger: 6 Delinquenten mussten mehrmals eingeladen werden und 8 Delinquenten mussten an die Erfüllung der Sanktion erinnert werden. 
    2 der Beschuldigten erfüllten ihre Sanktion nur teilweise.


    Schuldner- und Insolvenzberatung
    Die Gesamtstundenzahl des Beratungsangebotes erhöhte sich aufgrund gestiegener Einwohnerzahlen des Landkreises von 71 auf 73,5 Wochenstunden und somit änderte sich die Arbeitszeit von Sozialpädagogin Christina Hoidn von 12 Wochenstunden auf 14,5 Stunden. 

Statistische Daten:
Anzahl der persönlich beratenen Klienten    348
Anzahl Telefonberatungen   212

Beratungen/ Kontakte   871
kurzfristig   450
längerfristig    110
Anzahl der eingeleiteten Insolvenzverfahren    29
Anzahl der vorgerichtlichen Einigungen    1
P-Kontobescheinigungen    139 

Straffälligenarbeit
Die Beratung von Personen, die straffällig geworden sind und unterstützende und beratende Hilfe suchen, wenden sich an die Allgemeine Sozialberatung und werden dort erfasst. 
Arbeitsauflagen
Insg. 16 Auflagen, davon wurden 12 abgeschlossen und 4 nach 2026 mitgenommen
Beratungsauflagen bei Gewaltdelikten
Es wurden 35 Fälle abgeschlossen und 4 mit nach 2026 genommen.
Es wurden 7 Frauen und 26 Männer beraten. In 4 Fällen fanden Paargespräche statt.
Insgesamt fanden 93 Gespräche statt.

Tagesbetreuung "Katharinenstub‘n"
Die Tagesbetreuung hatte 2025 teilweise an vier Tagen geöffnet von Dienstag bis Freitag.  
•    Die Gäste waren in der Katharinenstub`n 5.460,25 Stunden anwesend.
•    Helferinnen waren 2.400,25 Stunden im Einsatz.
•    Ende 2025 waren in der Tagesbetreuung ca. 12 Helferinnen gemeldet und im Einsatz.
Zwischenzeitlich musste die Gruppe am Donnerstag aufgrund zu geringer Nachfrage einige Wochen schließen. 


Und ganz zum Schluss möchten wir uns bedanken für die gute, offene, faire und meist unkomplizierte Zusammenarbeit und das Vertrauen in unsere Kompetenz:

beim Landkreis Deggendorf, mit dem wir auf vielerlei Gebieten kooperieren

bei den Städten Deggendorf, Plattling, Osterhofen und den Kommunen im Landkreis 

beim Markt Metten 

bei den Pfarreien und den Orts- und Pfarrcaritasverbänden im Landkreis

der Technische Hochschule (THD), allen Behörden und Einrichtungen

und bei den Medien für die wohlwollende Berichterstattung.
und bei all unseren Sponsoren und ehrenamtlich Mitarbeitenden, die viele Aktionen und Hilfsangebote erst möglich machen.

Ihre Caritas



Sonderaktionen im Jahr

Sonnenfahrt

Einmal jährlich bietet der Caritasverband Deggendorf für alte, kranke und behinderte Menschen eine Tagesfahrt zu unterschiedlichsten Zielen in der näheren Umgebung an.

Wir fahren mit behindertengerechten Bussen, sodass die Fahrt für alle entspannt verläuft. Wer Unterstützung benötigt, bekommt von Anfang an und für den gesamten Ausflug eine von unseren ehrenamtlichen Betreuungspersonen an die Seite.

Unsere Ausflugsziele sind in ein bis zwei Stunden mit dem Bus erreichbar. In den letzten Jahren besuchten wir Burghausen, Waging am See, das Museumsdorf Tittling, den Mondsee oder machten von Engelhartszell eine Schifffahrt nach Passau.

Das Programm der diesjährigen Sonnenfahrt wird rechtzeitig bekannt gegeben. Wir feiern auf jeden Fall einen gemeinsamen  Gottesdienst und kehren zum Mittagessen ein. Ein buntes Rahmenprogramm wird uns die Zeit kurzweilig gestalten. Es steht darüber hinaus immer genügend Zeit zur freien Verfügung.

Abfahrt ist immer am Busbahnhof am alten Volksfestplatz in Deggendorf mit Zustiegsmöglichkeit in Plattling.

Damit auch Menschen mit geringem Einkommen teilnehmen können, haben wir viele großzügige Sponsoren und Sponsorinnen, die die Sonnenfahrt materiell unterstützen und so entstehen  ggf. keinerlei Reisekosten für den Einzelnen. Fragen Sie einfach bei uns nach.

Anmeldung und nähere Informationen unter: 09 91/38 97 - 0

Schulkinderaktion

Der Schulbeginn stellt viele Familien im Landkreis vor finanzielle Herausforderungen. Die Kosten für Neuanschaffungen von unzähligen Materialien, von Schultaschen  und oft auch von Haus- und Turnschuhen reißen, gerade wenn mehrere Kinder die Schule besuchen, große Löcher in die Familienkasse. 

Gerade im Grundschulbereich wird von den meisten Schulen bestimmte qualitativ hochwertige Markenartikel vorgegeben, was den Kauf von günstigen Produkten unmöglich macht. Werden darüber hinaus noch neue Schultaschen benötigt, übersteigt dies sehr schnell das vorgesehene Budget etlicher Familien im Landkreis. Von Familien, die am Rand des Existenzminimums leben und das monatlich zur Verfügung stehende Geld gerade mal so für das tägliche Leben reicht. Hier versucht der Caritasverband für den Landkreis Deggendorf e.V. seit vielen Jahren gezielt zu helfen!

Die Familien sind in aller Regel an einer unserer vielen Einrichtungen des Caritasverbandes angebunden und die finanzielle Notwendigkeit kristallisierte sich schon im Beratungsverlauf heraus. Unbürokratisch und gezielt zu helfen, ohne dass sich die Hilfsbedürftigen hierfür schämen oder öffentlich preisgeben zu müssen, ist uns ein großes Anliegen. Jedoch sind wir um helfen zu können auf Spenden angewiesen, die wir dankenswerter Weise jedes Jahr wieder sehr großzügig bekommen. Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle an all jene, die diese Hilfsaktion (immer wieder) unterstützen. 

Weihnachtsaktion für Kinder aus bedürftigen Familien

Familiäre Schicksale aus unseren verschiedenen Beratungsbereichen machen uns immer wieder betroffen. Gerade um die Weihnachtszeit kristallisiert sich oft heraus, dass viele Familien sich nicht gerade auf das Fest freuen können.
Die Eltern, die aus unterschiedlichen Gründen am Rande des Existenzminimums leben, wissen nicht, wie sie es den kleinen Kindern erklären können, dass das „Christkind“ gerade ihnen ihren Wunsch nicht erfüllen kann. Die größeren Kinder verstehen wohl, dass ihre Eltern nicht so

viel Geld haben wie andere - eine Enttäuschung verhindert dies jedoch nicht.

Unsere Mitarbeiter  sprechen betroffene  Familien behutsam auf ihre finanzielle Situation an und berichten von unserer Spendenaktion.

Die Eltern können die Wunschzettel ihrer Kinder vorbei bringen und unsere Mitarbeiterin Doris Albrecht, die seit Anbeginn als Caritas-Christkind dieser Aktion fungiert, setzt alles in Bewegung, um zumindest den wichtigsten Wunsch zu erfüllen.
Kurz vor Weihnachten können dann die Päckchen abgeholt werden. Es ist uns ein Anliegen, dass sich niemand für seine Situation schämen oder sich sogar vor anderen „outen“ müsste.

Diese Aktion kann natürlich nur gelingen, wenn sich Sponsoren finden, die mit ihrer Geldspende den Kauf der Geschenke ermöglichen.

Einige der Sponsoren sind der Aktion seit den Anfängen treu und es sind viele Unternehmen und auch Privatpersonen hinzugekommen, die mit ihrer Spende dafür sorgen, einen Weihnachtswunsch der Kinder zu erfüllen.

So werden jährlich rund 100 Wünsche aus 50 bis 80 Familien erfüllt.

Impressionen der letzten Sonnenfahrten
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