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Stand: 30.05.2018

Pressemitteilung

Caritas bildet Alltagsbegleiter aus

Caritasverband Deggendorf ist der Ansprechpartner für pflegende Angehörige von älteren und/oder demenzkranken Menschen

Demenzberaterin Marianne Simmerl konnte weitere Mitglieder zur Unterstützung im Alltag für pflegebedürftige Personen gewinnen.

Der Caritasverband bietet neben der Demenzberatung auch eine Tagesbetreuung für ältere und/oder demenzkranke Menschen, sowie eine stundenweise häusliche Entlastung durch den Helferkreis für Betroffene und Angehörige, an.
In diesem Jahr erhielt der Verband durch  das Bayerische Landesamt für Pflege die Anerkennung Alltagsbegleiter auszubilden und zu zertifizieren. So kann zukünftig der bestehende Helferkreis zur Demenzkrankenbetreuung, um ausgebildete Alltagsbegleiter erweitert werden.
Unterrichtet wird in drei Modulen: Betreuung Pflegebedürftige; Kommunikation und Begleitung; Unterstützung bei der Haushaltsführung. Modul 1 und 2 unterrichtete  Demenzberaterin und gerontopsychiatrische Fachkraft Marianne Simmerl. Beim Modul 3 wurde Marianne Simmerl von Fachhauswirtschafterin  Anna Krinner unterstützt.
Der Helferkreis unterstützt bereits pflegebedürftige, in ihren Alltagskompetenzen eingeschränkte Senior*innen in der Tagesbetreuung oder im häuslichen Bereich. Ein ausgebildeter Alltagsbegleiter kann weitere Aufgaben zur Unterstützung im Alltag übernehmen; somit kann die häusliche Situation für alle Familienmitglieder noch umfassender erleichtert werden. Die erste Schulung von Alltagsbegleiter wurde bereits durchgeführt. Neun Teilnehmern erhielten ihr Zertifikat.

Generell unterstützt der Alltagsbegleiter ältere Personen, die an einer körperlichen oder geistigen Einschränkung leiden. Das Aufgabengebiet ist breit gefächert und hängt von den jeweiligen Wünschen, Erwartungen, Befindlichkeiten und Fähigkeiten der zu pflegenden Person ab.
Alltagsbegleiter können bei der Strukturierung des Tagesablaufes helfen und für Sicherheit und Ermutigung sorgen, indem sie die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Kranken erkennen und die gemeinsame Zeit nutzen, um gezielt Hilfen und Förderung anzubieten. Zum Angebot gehören, die Förderung der noch vorhandenen körperlichen und geistigen Fähigkeiten, entspannende Tätigkeiten, gymnastische Übungen, Gedächtnistraining, aktivierende Gesellschaftsspiele, Spaziergänge, Gespräche, Begleitung zum Einkauf oder sonstige Veranstaltungen, Friedhofsbesuche, gemeinsames Kochen und Backen, eine fördernde Unterstützung im Haushalt oder auch bei handwerklichen Tätigkeiten.  Und manchmal wird ein Alltagsbegleiter auch "einfach nur" gebraucht, um sich nicht alleine gelassen zu fühlen.

Durch die Alltagsbegleiter werden die Angehörigen für einige Stunden entlastet. Sie gewinnen ein wenig Zeit für sich selbst, die sie für Erledigungen oder zur Entspannung, zum Besuch von Freunden oder Veranstaltungen nutzen können. Diese Unterstützung dient der Erhaltung der Lebensqualität und der Gesundheit der pflegenden Angehörigen.
Die Alltagsbegleiter wurden dafür 40 Stunden geschult, sowie fortlaufend betreut durch Supervision und Fortbildung.

"Rückblickend auf die letzten Jahre in denen der Helferkreis schon tätig ist,  wird das Angebot der stundenweisen Entlastung von betroffenen Familien mehr und mehr angenommen und so freuen wir uns, dass wir nun auch Alltagsbegleiter zusätzlich ausbilden können, um Familien zu entlasten", führt Simmerl aus.

Betreuungsstunden können über den Entlastungsbetrag und über die Verhinderungspflege der Pflegekassen abgerechnet werden, ebenso kann ein bestimmter Anteil der Pflegesachleistungen in Entlastungsleistungen umgewidmet werden.

Bei Fragen zur Beantragung, zu diesen Diensten und den Angeboten für ältere und/oder demenzkranke Personen und ihre Angehörigen rufen Sie bitte beim Caritasverband die Demenzberaterin Marianne Simmerl unter der Nr. 0991/389714 an.

 

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