Arbeit bei der Caritas in der häusliche Pflege: Mehr als nur ein Beruf
Wenn es morgens langsam hell wird, beginnt für viele Pflegekräfte der Caritas Sozialstation bereits ein abwechslungsreicher Arbeitstag. Doch wer glaubt, es gehe dabei nur um Medikamente und Verbände, unterschätzt die Bedeutung dieses Berufs. Häusliche Pflege bedeutet vor allem Nähe, Vertrauen und Menschlichkeit.
Angela Fuidl, Pflegfachkraft und stellvertretende Pflegedienstleitung seit 38 Jahren, Nelli Sterzer, Pflegefachkraft seit 16 Jahren, Pflegehelferin Claudia Kosser seit 25 Jahren und ihre drei Kolleginnen starten ihren Tag früh. Zwei weitere Kolleginnen auf der sogenannten "Mamatour" beginnen erst um 7:30 Uhr, wenn die Kinder gut in der Kindertagesstätte und/oder in der Schule angekommen sind. Und einige Kolleginnen arbeiten nur in der Spätschicht zwischen 15:00 und 22:00 Uhr. Mit dem Dienstwagen fahren sie von Haus zu Haus und betreuen Menschen, die trotz Krankheit oder hohem Alter weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung leben möchten. "Jeder Mensch ist anders, jeder Tag bringt neue Begegnungen", erzählt Angela Fuidl. Genau diese Vielfalt mache ihren Beruf so besonders.
Larissa Husser, die die letzten knapp vier Jahre selbst als Tourenschwester für die Caritas unterwegs war und viel Erfahrung in der Pflege hat, hat zum 1. Februar 2026 die Pflegedienstleitung übernommen. Manuela Stephan, geschäftsführende Vorständin ist froh über diese Personalentscheidung: "So weiß ich, dass die erfolgreiche Arbeit, die sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Menschlichkeit im Auge hat, erfolgreich fortgesetzt wird. Frau Husser kennt das Team, die Gegebenheiten vor Ort und unsere Patienten und Patientinnen. Besser hätte es nicht laufen können."
Im Gegensatz zur stationären Pflege erleben viele Pflegekräfte in der ambulanten Versorgung mehr Eigenverantwortung und persönliche Freiheit. Sie organisieren ihre Touren, treffen eigenständig Entscheidungen und bauen oft über Jahre hinweg enge Beziehungen zu ihren Patientinnen und Patienten auf. Für viele ältere Menschen ist die Pflegekraft nicht nur medizinische Unterstützung, sondern auch ein wichtiges soziales Bindeglied im Alltag. Besonders bewegend sind oft die kleinen Momente: ein dankbares Lächeln, das Gespräch nebenbei oder das Gefühl, einem Menschen Sicherheit und Lebensqualität zu schenken. "Man merkt jeden Tag, dass die eigene Arbeit wirklich etwas bewirkt", sagt Nelli Sterzer und Ihre Kolleginnen stimmen ihr zu. Auch die Abwechslung macht die ambulante Pflege attraktiv. Während die eine Patientin Unterstützung beim Anziehen benötigt, braucht ein anderer Hilfe bei der Medikamenteneinnahme oder nach einer Operation. "Zu den Aufgaben der Pflegekräfte gehören jedoch nicht nur die pflegerische Versorgung, sondern auch die Sicherung der Tagesstruktur und der zeitlichen Orientierung. So kommen wir zu festgelegten Zeiten zu unseren Pflegebesuchen und für unsere Patientinnen und Patienten verpackt in eine gute Unterhaltung besprechen wir was bei ihnen heute oder am Wochenende noch ansteht oder was sie gestern nach unserem Besuch noch gemacht haben", erklärt Pflegedienstleitung Larissa Husser die vielfältige Arbeit in der häuslichen Pflege."
Neben fachlichem Wissen sind deshalb Einfühlungsvermögen, Geduld und Organisationstalent gefragt. "Neben der persönliche Atmosphäre ist für viele auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ein Grund sich für die häusliche Pflege zu entscheiden. Wir haben die Möglichkeit unterschiedliche Zeitmodelle anzubieten und es gibt keine Wechselschicht", sagt Pflegedienstleitung Larissa Husser und macht so gleich Werbung in eigener Sache, denn fast täglich bekommt sie von Angehörigen, dem Sozialdienst des Klinikums oder pflegebedürftigen Mitbürger und Mitbürgerinnen Anfragen. Der Bedarf ist hoch und wir würden gerne noch Fachkräfte einstellen, um unser Angebot weiter ausweiten zu können. "Wer also Interesse hat in unserem motivierten und liebenswerten Team mitzuarbeiten, kann sich gerne unverbindlich melden unter 0991-389727", schiebt sie lächelnd nach.