50 Jahre Caritassozialstation Deggendorf - Ein Fest voller Erinnerungen, Begegnungen und Dankbarkeit
Mit einem stimmungsvollen Jubiläumsfest feierte die Caritassozialstation Deggendorf ihr 50-jähriges Bestehen gemeinsam mit Patientinnen und Patienten, Angehörigen, Mitarbeitenden, Wegbegleitern und zahlreichen Ehrengästen. Im Mittelpunkt des Nachmittags standen nicht nur fünf Jahrzehnte ambulanter Pflege, sondern vor allem die Menschen, die die Sozialstation geprägt haben - und bis heute prägen.
Geschäftsführende Vorständin Manuela Stephan begrüßte die Gäste herzlich und freute sich über die große Resonanz: "Ein herzliches Willkommen all unseren Patientinnen und Patienten, den Angehörige, dem stellvertretenden Landrat Alois Oswald, unseren Ehrenvorsitzenden der Caritas Josef Färber, unseren Mitarbeitenden der Sozialstation, die es sich nicht haben nehmen lassen in ihrer Freizeit all die Kuchen selbst zu backen. Mein besonderer Gruß gilt allen bisherigen Pflegedienstleitungen der vergangenen 50 Jahre und Herbert Zampich, der kurz nach Gründung der Sozialstation als Geschäftsführer der Caritas tätig und maßgeblich an deren Weiterentwicklung beteiligt war." Anschließend begrüßte Larissa Husser als Pflegedienstleitung der Sozialstation die Anwesenden.
In ihrer Ansprache zeichnete Manuela Stephan die Entwicklung der Sozialstation nach. Gegründet wurde sie 1976 als Antwort auf den steigenden Bedarf an professioneller ambulanter Pflege. Während Ordensschwestern zuvor über viele Jahrzehnte hinweg kranke Menschen in ihren Gemeinden versorgt hatten, entstand mit der Caritassozialstation ein moderner Pflegedienst mit dem Ziel, Menschen ein würdevolles Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Was einst klein begann, ist heute ein erfahrenes Team aus über 30 Mitarbeitenden. Täglich sind Pflegekräfte und Mitarbeitende aus Hauswirtschaft und Betreuung auf insgesamt 14 Touren im erweiterten Stadtgebiet Deggendorf unterwegs und versorgen täglich rund 100 Seniorinnen und Senioren - an 365 Tagen im Jahr. Vieles habe sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten verändert - von der Dokumentation mit Stift und Papier bis hin zur digitalen Pflege. Unverändert geblieben ist jedoch der Grundgedanke der Sozialstation: Der Mensch mit seiner Würde, seinen Bedürfnissen und seiner persönlichen Lebensgeschichte steht stets im Mittelpunkt. Anschließend sprachen stellv. Landrat Alois Oswald und zu einem späteren Zeitpunkt Oberbürgermeister Dr. Christian Moser ihre Grußworte und würdigten die wertvolle Arbeit, die die Caritas jeden Tag mit ihrer Sozialstation für Senioren und Seniorinnen leistet.
Pfarrer i.R. Josef Göppinger und Mitarbeitenden der Sozialstation gestalteten den Wortgottesdienst, für dessen schwung- und stimmungsvolle musikalische Umrahmung der Gospelchor Golden Stream Voices sorgte. Das Musikerehepaar Josh und Inge Sigl unterhielten den Nachmittag über mit bekannten Schlagern und Melodien. Schnell wurde mitgesungen, geschunkelt und gelacht, Kaffee getrunken, die vielen Kuchen probiert und zu späterer Stunde gemeinsam Brotzeit gemacht.
Das Jubiläum war geprägt von einer außergewöhnlich herzlichen Atmosphäre. Patientinnen und Patienten genossen den Nachmittag sichtlich und feierten gemeinsam mit den Schwestern und Mitarbeitenden der Caritas. Über viele Jahre gewachsene Beziehungen waren spürbar - geprägt von Vertrauen, Wertschätzung und Zuwendung. Viele Gäste erzählten Geschichten aus vergangenen Zeiten, lachten gemeinsam und tauschten Erinnerungen aus. Gemeinsam wurde auf bewegte Jahrzehnte zurückgeblickt.
Der Höhepunkt des Nachmittags war der Auftritt der Vorschulkinder des Kindergartens St. Katharina aus Metten mit ihrem Stück "Blaukäppchen und der Wolf". Mit großer Begeisterung präsentierten die Kinder ihr Theaterstück und sorgten für strahlende Gesichter bei den Gästen. Der Stolz der jungen Darstellerinnen und Darsteller war ebenso spürbar wie die Freude ihrer Eltern. Als Belohnung gab es für die Kinder anschließend ein Eis.
Das Jubiläumsfest machte eindrucksvoll deutlich, was die Caritassozialstation seit 50 Jahren auszeichnet: professionelle Pflege, menschliche Nähe und Beziehungen, die oft weit über die eigentliche Versorgung hinausgehen. Es war ein Nachmittag voller Freude, Dankbarkeit und Gemeinschaft - und ein würdiger Rahmen, um auf fünf erfolgreiche Jahrzehnte zurückzublicken.