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Presseinfos  
15-05-2012
Presseberichte sprechen von „Fesselung“ pflegebedürftiger Menschen und lassen respektvolle Dif
Prüfer der Krankenkassen stellen in ihrem dritten bundesweiten
Qualitätsbericht deutliche Verbesserungen in der Pflege fest

Freiburg, 26.04.12

In der medialen Berichterstattung über den jüngsten Qualitätsbericht des Spitzenverbands der Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDS) wurde ein Missstand derart in den Fokus gerückt, dass nach Einschätzung des Verbands katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) ein verzerrtes Bild entstanden ist. Es geht um Mängel bei der Anwendung von freiheitsentziehenden Maßnahmen. Dabei handelt es sich um Fixierungen am Bett oder Rollstuhl, um Stürzen vorzubeugen. Laut Bericht sind bei knapp 12.400
Bewohnerinnen und Bewohnern von Pflegeheimen solche Maßnahmen angewendet worden. Bei 89 Prozent der Betroffenen geschah dies auf Basis rechtlich notwendiger Genehmigungen, das heißt also aus berechtigten Gründen. „Wenn in den Medien mit Begriffen wie ‚Fesselung’ getitelt wird und
von 140.000 angeblich betroffenen Menschen in stationären Einrichtungen die Rede ist, richtet das die Phantasien in völlig falsche Richtungen“, kritisiert VKAD-Geschäftsführer Andreas Leimpek-Mohler. Die Fixierungen würden zwar
juristisch korrekt als „freiheitseinschränkend“ bezeichnet, seien aber immer therapeutisch indiziert. „Diese ifferenzierung und damit Respekt gegenüber dem Arbeitsleistungen und fachlichen Standards der Kolleginnen und Kollegen darf man erwarten!“ so Leimpek-Mohler.

Der VKAD, in dem ca. 1100 stationäre Pflegeeinrichtungen, aber auch Tages und ambulante Pflegedienste organisiert sind, setzt sich dafür ein, dass im Umgang mit solchen Maßnahmen hohe Sensibilität und Verantwortlichkeit
sowie eine sorgfältige Risiko-Nutzen-Analyse handlungsleitend sind.

„Freiheitseinschränkungen müssen das letzte Mittel der Wahl sein“, so Leimpek-Mohler. Die Praxis zeige, dass es oft auch anders geht: Stürze lassen sich durch Hilfsmittel wie Hüftprotektoren oder den Einsatz von Sensoren vermeiden, die die Absicht des Aufstehens melden. Auch Bettgitter könnten durch den Einsatz optimierter Betten häufig vermieden werden.

Herausgegeben vom
Verband katholischer Altenhilfe
in Deutschland e. V.
Fachverband im Deutschen Caritasverband

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